Nennt mich Ismael.
Ein paar Jahre ist's her - unwichtig, wie lang genau -,
da hatte ich wenig bis gar kein Geld im Beutel, und an Land reizte mich nichts Besonderes, und so dacht ich mir,
ich wollt ein wenig herumsegeln und mir den wässerigen Teil der Welt besehen.
Das ist so meine Art, mir die Milzsucht zu vertreiben und den Kreislauf in Schwung zu bringen.
Immer wenn ich merke, daß ich um den Mund herum grimmig werde;
immer wenn in meiner Seele nasser, niesliger November herrscht; immer wenn ich merke,
daß ich vor Sarglagern stehenbleibe und jedem Leichenzug hinterhertrotte, der mir begegnet;
und besonders immer dann, wenn meine schwarze Galle so sehr überhandnimmt,
daß nur starke moralische Grundsätze mich davon abhalten können, mit Vorsatz auf die Straße zu treten
und den Leuten mit Bedacht die Hüte vom Kopf zu hauen - dann ist es höchste Zeit für mich, so bald ich kann auf See zu kommen.
Das ist mein Ersatz für Pistole und Kugel. Mit einer stoischen Sentenz stürzt Cato sich in sein Schwert; ich gehe still an Bord.
Daran ist nichts Überraschendes.
Von Zeit zu Zeit hegen fast alle Menschen,
ob sie's wissen oder nicht,
in etwa dieselben Gefühle für das Weltmeer wie ich.


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